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Klima in Indien

Mit einer Größe von über 3 Millionen qkm erstreckt sich Indien von 8° bis 33° nördlicher Breite und damit über 3.214 km von Nord nach Süd und 2.933 km von West nach Ost. Durch diese Ausdehnung ergibt sich eine landschaftliche Vielfalt mit unzähligen verschiedenen Klima- und Höhenzonen von den weiten Ebenen am Indus, Ganges und Brahmaputra, den ganzjährig schneebedeckten Höhenzügen des Himalayas bis hin zu den tropischen Küstenregionen. Ebenso finden sich wüstenähnliche Zonen und gleichsam solche, die landwirtschaftlich intensiv bewirtschaftet werden.


Indien liegt im Norden und Zentrum des Landes in den Subtropen, wobei hier ein kontinentales Klima vorherrscht. Der Süden von Indien ist dagegen durch ein maritim-tropisches Klima gekennzeichnet.

 


Himalaya

Das Klima in der Himalaya-Region im Norden des Landes ist alpin. Daher sind die Temperaturen vor allem in den Wintermonaten extrem niedrig.
Die Region Ladakh zeichnet sich klimatisch durch ein halbwüstenhaftes Klima aus, das von extremen Kälte- und Hitzewellen geprägt ist. Kurze und heiße Sommer werden abgelöst von langen und extrem kalten Wintern mit Temperaturen von bis zu minus 30 Grad. Der Monsun wird durch das Himalaya-Gebirge abgehalten, auch nach Ladakh zu ziehen. Aus diesem Grund gibt es in Ladakh nur wenig Niederschlag und die Region ist sehr trocken. Daher zählt das Schmelzwasser des im Winter gefallenen Schnees auf den Bergen zur wichtigsten Quelle für die Bewässerung der Felder in dieser Region.
Das Klima in den benachbarten Bundesstaaten Kashmir und Jammau ist sehr unterschiedlich. Im Zentrum der Region ist feuchtes und gemäßigtes Klima vorzufinden, wohingegen das Klima im Südwesten relativ trocken ist und im Norden eher kalt und feucht. Aufgrund der Höhenlage sind die Sommermonate hier mild und angenehm. In den Wintermonaten kann es extrem kalt werden und zu sehr starken Schneefällen kommen.


Nordebenen und Ganges-Delta

Im nördlichen Gebiet Indiens gibt es sehr große Unterschiede hinsichtlich der Temperatur und der Niederschlagsmenge. Am Fuße des Himalaya gibt es in der Regenzeit zwischen Juli und August extrem heftige Regenfälle, in den Hochebenen und in der Wüste Thar hingegen fällt kaum Regen. Dort erreichen die Temperaturen im Sommer bis zu 45°C. In der Hauptstadt Delhi setzt die Regenzeit auch im Juli an, dauert jedoch bis Oktober an. Während der Sommermonate ist es sehr heiß und schwül in der Region um Delhi. In den Wintermonaten können die Temperaturen nachts schonmal auf minus 10 Grad fallen.


Rajasthan

Das Klima in Rajasthan ist wüstenähnlich, weswegen die Region zu den heißesten Orten der Erde zählt. Vor allem in den Monaten Mai bis Juli können hier Temperaturen von 50 Grad erreicht werden. Auch der in den Sommermonaten eintreffende Monsun bringt nur wenig Abkühlung: die Temperaturen fallen kaum und durch die Regenfälle wird es in der Region extrem schwül. Selbst in den Wintermonaten November bis März fallen die Temperaturen selten unter die 30 Grad Marke.


Dekkan Plateau

Anders als in den anderen Regionen Indiens gibt es hier drei klimatische Jahreszeiten. Die Niederschlagsmengen sind gering und auch in den Sommermonaten ist es sehr heiß mit geringer Luftfeuchtigkeit. Südlich ist das Klima das ganze Jahr über fast schon tropisch. Typisch für diese Region ist das Klima von Hyderabad.


Westküste

Durch das Westghat-Gebirge ist die Westküste quasi vom Landesinneren abgeschirmt. Und da es vor der Gebirgskette nicht abregnet, ist während des Monsuns von Mai bis Dezember entlang der Westküste mit heftigen Regenfällen zu rechnen. Das Klima ist ganzjährlich bei über 30 Grad sehr warm und oft aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit extrem schwül. Etwas angenehmer ist die Temperatur in den Höhenlagen, allerdings sind die Orte dort oft sehr bewölkt. Typisch für die Küstenregion ist das Klima von Mumbai.


Assam

Assam liegt im Norden des Landes und gehört zu den sogenannten Schwesternstaaten, die praktisch vom Land abgetrennt sind. Der Schwesternstaat Assam liegt im Norden des Landes und wird fast vollständig durch Bangladesch vom Rest des Landes getrennt. Die Region ist sowohl von Tälern als auch Gebirgen geprägt. Der Großteil Assams gehört zum Brahmaputra-Flusstal, das sich über eine Länge von 1000 km erstreckt und ca 100 km breit ist. Das Klima ist je nach Höhenlage sehr unterschiedlich und kann mit dem der Himalaya Region und des Tieflandes im Norden Indiens verglichen werden. Die Regenzeit dauert von Juni bis Oktober an. Es kann jedoch auch schon von März bis Mai zu starken Regenfällen kommen. Cherrapunji auf einer Höhe von ca. 1.300 Metern gilt als feuchtester Ort der Welt. Für die Täler in der Region ist das Klima von Dhubri typisch.


Temperaturtabelle für Indien nach Orten

Monat Ø-Temperatur °C Agra Chennai Delhi Goa Jaipur Kalkutta Khajuraho Kochi Ladakh Mumbai Varanasi

Januar
Min. 7 15 7 22 8 19 19 20 -14 19 9
Max. 22 27 21 32 23 31 30 34 -3 30 23

Februar
Min. 10 17 10 22 10 20 20 20 -12 20 11
Max. 26 30 24 27 26 30 30 34 1 30 27

März
Min. 16 20 15 23 13 23 23 23 -6 25 17
Max. 32 34 30 28 31 31 31 35 6 31 33

April
Min. 22 22 21 24 21 25 25 24 -1 25 22
Max. 38 33 36 29 37 32 32 34 13 32 39

Mai
Min. 27 22 27 26 25 27 27 24 3 27 27
Max. 42 33 41 29 41 33 32 32 17 34 41

Juni
Min. 29 20 29 26 27 26 27 23 7 26 28
Max. 41 29 40 27 39 32 32 31 21 32 39

Juli
Min. 27 20 27 23 26 25 25 23 10 25 26
Max. 35 28 35 26 35 29 30 30 25 30 38

August
Min. 26 20 26 24 24 25 25 23 10 25 26
Max. 33 27 34 27 32 30 30 30 24 29 33

September
Min. 25 19 25 23 23 25 25 23 5 25 25
Max. 33 28 34 26 35 31 31 30 21 31 32

Oktober
Min. 19 19 19 23 18 25 25 23 -1 24 21
Max. 33 28 35 27 34 33 33 31 14 34 32

November
Min. 12 18 12 23 12 23 23 23 -7 23 15
Max. 29 27 29 27 30 32 33 32 8 33 29

Dezember
Min. 8 16 8 22 9 21 21 20 -12 21 10
Max. 24 26 23 27 26 32 32 33 2 32 25


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