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Höhepunkte von Rajasthan und Nordindien, 21 Tage

Vergangenes Entdecken - Gegenwart erleben



Buchungsnummer: IND-VAC-01

Erleben Sie auf dieser Reise hautnah das faszinierende Rajasthan mit seiner Geschichte und das Leben der Maharajas und der Herrscherfamilien, die diesen Teil Indiens über 1.000 Jahre lang beherrschten. Fühlen Sie sich selbst wie einst die Maharajas, denn Sie wohnen während der Rundreise überwiegend in ehemaligen stilvollen Maharaja-Palästen und Herrenhäusern sowie in hochwertigen Hotels (4-5 Sterne). Zusätzlich haben wir für Sie den Besuch der historischen heiligen Orte Khajuraho, Sarnath und Benares (Varanasi) eingeschlossen, ein Muss für jeden, der Nordindien im vollen Umfang erleben möchte.


Reiseverlauf:

Abkürzungen:

F=Frühstück, M=Mittagessen, A=Abendessen


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1. Tag: Deutschland - Delhi

Morgens fliegen Sie von Hamburg, Frankfurt/Main oder von  München mit der Fluglinie Airfrance über Paris nach Delhi. Sie kommen in Delhi am gleichen Tag um ca. 23.00h an. Dort werden Sie herzlich von Ihrem Reiseleiter begrüßt und zum Hotel gebracht. Übernachtung.


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2. Tag: Alt- und Neu-Delhi die Hauptstadt Indiens

Nach dem Frühstück unternehmen Sie eine Rundfahrt, um die interessantesten Sehenswürdigkeiten Delhis kennenzulernen. Sie sehen den Birla Tempel, das Präsidentenhaus, das Parlament, das Indien-Tor und das Ministeriumsgebäude. Nachmittags fahren Sie nach Alt-Delhi zum Roten Fort, dessen Bau bereits 1638 von Großmoghul Shajahan begonnen wurde. Hier wechseln Sie die Fahrzeuge und fahren mit Fahrrad-Rikschas durch enge Gassen der Altstadt, vorbei an unzähligen kleinen Läden und Garküchen. Die Verkaufsläden sind nach Zünften geordnet, so dass Sie ganze Straßenzüge mit Silberhändlern, Verkäufern von Saris, Teppichen oder anderem Kunsthandwerk finden. Andere Teile der Altstadt sind dem Verkauf von Gemüse und Obst vorbehalten, wieder andere dem Handel mit Gewürzen u.s.w.
Die Rikschafahrt durch das quirlige Leben in den kleinen Gassen endet an der Großen Freitags-Moschee (Jama Masjid). Auf der Rückfahrt sehen Sie den Verbrennungsplatz von Mahatma Gandhi . Danach fahren Sie zurück zum Hotel. Abendessen und Übernachtung.

F/A

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3. Tag: Delhi – Alsisar (240 km)

Vormittags fahren Sie von Delhi nach Alsisar im Shekhawati Gebiet. Unterwegs besuchen Sie die Stadt Nawalgarh. Sie wurde 1737 von einem "Thakur" (Grundbesitzer, kleiner Landadel) namens Nawal Singh gegründet. Er befestigte sie, indem er dicke Steinmauern um die Stadt und das Fort-Bala Qila baute. Nawalgarh bot somit den unternehmungsfreudigen Kaufleuten Stabilität und Sicherheit, mit dem Ergebnis, dass viele Familien sich dort niederließen. Nawalgarh ist auch die Heimatstadt der reichen und mächtigen Kaufmannsfamilie Poddar, die in Bombay zum Industriemagnaten wurde und über die Jahre hinweg in ganz Indien und auch hier in der Shekhawati Region den Bau von Schulen und Lehrinstituten finanzierte. Allein in der Stadt gibt es mehr als hundert Havelis (Patrizier Wohnhäuser); die im 18. und 19. Jahrhundert entstanden. Dann erreichen Sie das verschlafene Wüstenstädtchen Alsisar, (Geheimtipp). Es besticht durch seinen romantischen Charme. In den ungepflasterten Gassen befinden sich wundervoll dekorierten Havelis. Die Kaufleute dieses Gebiets, Marwaris genannt, erzielten ihre Gewinne mit dem Handel von Gewürzen, Salz, Edelsteinen, Seidenstoffen und Teppichen. Die Einnahmen investierten sie in Freskenmalereien, die die herrlichen Paläste, Tempel und Privathäuser verzieren. Die Außenfassaden stellen Szenen aus dem täglichen Leben, von Göttern und Tieren da. Abendessen und Übernachtung im traditionellen Hotel.

F/A

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4. Tag: Von Alsisar über Ajmer nach Pushkar (235 km)

Vormittags geht es nach Pushkar, einer der hinduistischen Wallfahrtsorte obersten Ranges. Auf dem Weg besuchen Sie die Stadt Ajmer, eine der wichtigsten Kultur- und Pilgerstädte der indischen Moslems. Ajmer wurde im frühen siebten Jahrhundert vom Hindukönig Ajaypal Chauhan gegründet und nannte den Ort Ajay-Meru (unbezwingbarer Hügel). Hier errichtete er Indiens erste Bergfestung Taragarh. Im alten Teil der Stadt, am Fuße der kahlen und kargen Hügel, liegt wie eine Insel die bedeutendste islamische Wallfahrtsstätte Indiens, "Dargah". Zu ihr gelangt man durch den Basar, in dem man rituelle Opfergaben wie glänzende Decken für das Grab, Räucherwerk, Süßigkeiten, Rosenblüten und Attar (Parfüm) erwerben kann. Danach fahren Sie weiter nach Pushkar, der Krönung aller Pilgerstätten Indiens. 400 Tempel bezeugen die Bedeutung dieses Ortes, auch die 52 Ghats, die zum Lotossee führen. Die Ghats wurden von den Fürsten von Rajasthan erbaut. Brahma Ghat, Gau Ghat und Varah Ghat sind die drei wichtigsten. Sie sind Hauptattraktion von Pushkar, und dienen den Pilgern als heilige Badeplätze. Die Pilger vollziehen ihre Rituale in dem festen Glauben, sich damit von den Sünden ihres Lebens reinzuwaschen. Sie tauchen unter im Wasser, reinigen sich, spülen Mund und Zähne mit dem heiligen Wasser. Am Abend lernen Sie den Ort Pushkar kennen. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

F/A

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5. Tag: Von Pushkar nach Khimsar (205 km)

Morgens fahren Sie nach Khimsar (205 km) zum Khimsar Fort, dem Quartier Ihrer Nacht. Unterwegs besuchen Sie kleine Dörfer und haben die Möglichkeit, bei Fotostopps und kleinen Wanderungen mehr von Land und Leuten kennenzulernen. Angekommen im Khimsar, umgibt Sie ein Flair von Romantik und Ritterlichkeit. Die Anfahrt zur Festung endet in einem Hof vor der Rezeption. Durch verschiedene Tore, bewacht von Männern mit Turban, gelangen Sie ins Herz des großen Welcomgroup Heritage Hotel. An den Mauern des alten Forts sind noch heute Spuren der vergangenen Kämpfe zu sehen, die Festung wurde fünfmal belagert, aber nie eingenommen. Das Khimsar Fort wurde im Jahre 1523 von Rao Karamsiji erbaut und auch heute noch von seinem Nachkommen in der 21. Generation bewohnt. Die Gärten sind sehr gepflegt und überall blühen Blumen; von der breiten Fortmauer Ihres Festung-Hotels genießen Sie einen weiten Blick über die Wüste Thar. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

F/A

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6. Tag: Sonnenaufgang auf den Sanddünen und Safari durch die Wüste

Morgens fahren Sie zum Sonnenaufgang zu den Sanddünen der Wüste Thar. Die Thar, auch Tharr oder Große Indische Wüste genannt, ist ein Wüsten- und Halbwüstengebiet in Vorderindien im Gebiet von Rajasthan östlich des unteren Indus. Ihre Entstehung der Wüste ist bei Wissenschaftlern umstritten. Manche sind der Ansicht, sie sei 4000 bis 10.000 Jahre alt. Anderen zufolge begann die Aridität des Gebiets viel später. Demnach soll sich die Thar erst zwischen 2.000 v. Chr. und 1.500 v. Chr. gebildet haben, nachdem der Strom Ghaggar östlich des Indus austrocknete. Bei Kaffee und Tee beobachten Sie den Sonnenaufgang und fahren zum Frühstück zurück zum Hotel. Danach unternehmen Sie mit Kamelfahrzeugen (Kamel mit Anhänger, gepolstert)eine Safari in die ursprünglichen Dörfer der Umgebung Khimsars. Wer möchte, kann auch auf dem Kamel reiten. Nach Wanderungen und Fotostopps kehren Sie nach einem erlebnisreichen Wüstentag zurück zum Hotel.

F/A

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7. Tag: Von Khimsar über Jodhpur nach Luni (125 km)

Morgens fahren Sie nach Jodhpur (90 km), der Rajputenstadt am Rande der Wüste Thar. Die Stadt, auch "Blaue Stadt" genannt, ist von einer mächtigen Mauer umgeben. Der blaue Anstrich vieler Häuser, oft irrtümlich als Kennzeichen von Wohnungen hochkastiger Brahmanen gedeutet, geht in Wirklichkeit auf die Beimischung von Kupfersulfat zu weißer Kalktünche zurück, was als Schutz der Gebäude gegen Termiten diente. Obwohl man in Jodhpur viele Bäume, Pflanzen und einige künstliche Seen findet, ist die trockene Thar-Wüste nur wenige Schritte entfernt. Diese Lage und das riesige Fort geben der Stadt etwas Unrealistisches, wie eine Traumstadt in einer Mondlandschaft. Sie trägt auch den Beinamen "Gateway to the Desert". Sie besichtigen das Gedenkmonument Jaswant Thada, sowie das majestätische Meherangarh Fort, das über der modernen, geschäftigen Stadt thront. Beim Lohapol Tor, dem letzten Tor der Festung, sind 15 Handabdrücke zu sehen. Man nimmt an, dass sechs davon von Frauen des Maharaja Man Singh stammen, die sich 1843 zusammen mit dem Leichnam des Maharajas verbrennen ließen. Dieser "Sati" genannte Feuertod ist zwar schon seit 150 Jahren verboten, wird aber auch heute noch vereinzelt praktiziert. Am Nachmittag fahren Sie weiter nach Luni (35 km). Ihre Unterkunft hier, die kleine Festung Fort Chanwa aus dem 19. Jahrhundert, ist reich verziert mit kunstvollem Gitterwerk, Wandreliefs und überdachten Balkons. Der Rest des Tages steht Ihnen in Luni zur freien Verfügung. Die Festung, ein hervorragendes Beispiel für den eleganten indischen Baustil des 19. Jahrhunderts, wurde aus dem berühmten roten Sandstein von Jodhpur gebaut; sie weist ein komplexes System von Innenhöfen, Türmchen, Wasserrädern, Ställen, Bogengängen und verborgenen Treppen auf, die zu geheimen Pavillons und Dächern führen. Von diesen hat man einen fantastischen Ausblick auf die Wüste Thar, die sich bis zum Horizont hin erstreckt. Das Fort wurde liebevoll von seinem Eigentümer, dem Maharaja Dalip Singhji renoviert, so dass es heute aufs Neue in seiner alten Schönheit glänzt. Jeder Raum wurde ganz individuell gestaltet und die vielen Höfe, Veranda und Gärten sorgen für eine romantische Stimmung, die die Fantasie eines jeden Besuchers anregt. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

F/A

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8. Tag: Von Jodhhpur zum Jaintempel Ranakpur und weiter zum Mount Abu (254 km)

Vormittags fahren Sie ca. 190 km bis nach Ranakpur, dem Jain-Heiligtum, das in einem bewaldeten Tal in der Aravaligebirgskette liegt und aus weißem Marmor gebaut wurde. Es gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Jainarchitektur Indiens. Nicht nur die Größe der Tempel ist beeindruckend , sondern die Vielzahl der gekonnt zusammengefügter Details, insbesondere die Säulen und die Kuppel, sowie die einzigartige Lichtführung durch den teilweise offenen Innenhof, die zu einer überirdischen Aura beitragen. Ranakpur verkörpert zusammen mit den Tempeln von Dilwara den Höhepunkt der Jainarchitektur, die perfekte Verschmelzung von religiösen Prinzipien mit ästhetischen Ansprüchen und zurückhaltender Eleganz. Jeder Jaina ist gehalten, Gewaltanwendung, Verletzung oder Tötung anderer Lebewesen, Beleidigung, Zorn, starke Gefühlsbewegung jeder Art, Lüge, Gelüste nach anderen Frauen und Raffgier zu vermeiden. Dazu kommen rechtes Denken, rechter Glauben, rechtes Handeln. Es sind also insgesamt 12 Forderungen, die an den gläubigen Jaina gestellt werden. Es gibt für ihn keine Gottheiten, seine von ihm verehrten Götter waren weise Menschen, die ihr Heil fanden, nämlich die 24 Wegbereiter des Glaubens, Tirthankaras genannt, die den Gläubigen den Pfad zur Weisheit zeigen, nachdem sie selbst erleuchtet worden sind.
Danach fahren Sie (64 km) weiter zu dem 1.200 m hohen Berg Abu, der das Aravalligebirge dominiert; einen seit Urzeiten heiligen Ort. Die Jainisten verehren ihn, weil sich Mahavira dort im Alter von 37 Jahren aufhielt, und die Hindus, weil hier das Feueropfer stattfand, das den Zutritt der 4 bedeutendsten Rajputenclans zur Kaste der Kshatriyas sanktionierte. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

F/A

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9. Tag: Vom Mount Abu nach Udaipur, dem "Venedig des Ostens" (185 km)

Mount Abu ist Rajasthans einzige "Hillstation" und ein wichtiger Jain-Pilgerort. Gerade die Jain-Tempel Dilwara ziehen die Reisenden an. Die feinen Steinarbeiten und -gravuren suchen ihresgleichen; man muss sie gesehen haben, um es zu glauben. Die Jainisten verehren die Dilwara-Tempel besonders, weil sich Mahavira dort im Alter von 37 Jahren aufhielt und die Hindus, weil der Mount Abu der Ort des großen Feueropfers war, das den Zutritt der vier bedeutendsten Rajputenclans zur Kaste der Kshatriyas sanktionierte. Nach der Besichtigung fahren Sie ca. 4 Stunden bis nach Udaipur. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

F/A

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10. Tag: Udaipur, Königin der Seen, Märchenstadt

Udaipur ist als die "Lake City" Rajasthans bekannt und wird als der romantischste Fleck ganz Indiens verherrlicht; die Stadt liegt auf 580 m Höhe. Der Sage nach traf Maharana Udai Singh auf der Jagd einen Sadhu (heiligen Mann) am Ufer des Sees. Der König ließ sich von dem Sadhu segnen und bekam den Ratschlag, seine Hauptstadt um den See zu bauen. So kam es, dass 1559 die Stadt Udaipur entstand Sie trägt viele Beinamen: Stadt der aufgehenden Sonne, Königin der Seen, Märchenstadt der marmornen Paläste und Venedig des Ostens. Udaipur besitzt viele kleine Basare mit Geschichte und Glanz vergangener Zeiten. Die Altstadt ist von einer Stadtmauer umgeben. Auf Ihrer Stadtrundfahrt sehen Sie den mächtigen Stadtpalast und den Jadish Tempel. Durch sieben Tore gelangen Sie ins Innere. Nachmittags haben Sie die Gelegenheit, durch die schmalen Gassen der Altstadt zu bummeln. Zum Sonnenuntergang unternehmen Sie eine Bootsfahrt auf dem Pichola See, der sich im Osten an die Stadt anschließt; er wurde im 14. Jh. künstlich angelegt. Die Insel im Süden beherbergt den im 17.Jh. erbauten Jag Mandir-Palast, die nördliche Insel den von Maharana Jagat Singh II im Jahre 1757 erbauten - Jag Niwas-Palast, in dem sich heute das Lake Palace Hotel befindet, das als Kulisse für verschiedene Filme diente. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

F/A

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11. Tag: Von Udaipur nach Cittogarh und Weiterfahrt nach Kota (257 km)

Morgens fahren Sie nach Chittorgarh. Das aus dem 8. Jahrhundert stammende "Chittor" (Kurzform) ist die älteste Festung Rajasthans. Sie liegt auf einem 153 m hohen, über 5 km langen Felsenrücken mit Steilabfällen ringsherum. Bis 1568 war sie bewohnt, erst danach wurde die Siedlung an den Fuß des Burgbergs verlegt und die Ruinenstätte innerhalb der Festungsmauer blieb sich selbst überlassen. Nirgendwo sonst sind Stolz und Heldenmut der Rajputen offensichtlicher als hier. Chittor ist für die Hindus ein Symbol geworden wegen des heldenhaften Widerstandes seiner Bewohner gegen die Moslems. Von den erbarmungslosen Kämpfen ist nur eine Ruinenstätte übrig geblieben. Dreimal wurde Chittor von Moslems erobert. 1303 von Alaud-Din Khalji, dem Pathanen-König von Delhi, der die schöne Padmini begehrte, deren Liebreiz in Liedern besungen wurde. Der erste Angriff konnte abgewehrt werden. Alaud-Din aber kam zurück, und als der Fall der Festung unabwendbar schien, versammelten sich alle Frauen mit Padmini in einer unterirdischen Höhle und stürzten sich in die Flammen (jauhar). Die Männer zogen hochzeitliche Kleider in Orange über die Waffenröcke und stürmten den Eroberern entgegen, um den Tod zu suchen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Tempel der Poeten-Prinzessin Mira, der Kalika Mata-Tempel und die Paläste von Rana Kumbha und Padmni. Danach fahren Sie weiter nach Kota. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

F/A

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12. Tag: Von Kota zum Nationalpark Ranthambhore (135 km)

Morgens besuchen Sie in Kota, das eine interessante Geschichte hat, den Raj Mahal Palace und das Museum. Danach erreichen Sie auf einer schlechten Straße nach einer 4-stündigen Fahrt den Nationalpark Ranthambore, eine zauberhafte Natur-Oase, die sich in einer kargen Bergkette verbirgt. Die schroffen Felswände und die steinigen Hänge haben die Wildnis in Ranthambhore über Jahrtausende vor einer Umwandlung in Ackerland bewahrt. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

F/M/A

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13. Tag: Tigerschutzgebiet Nationalpark Ranthambore

Der Tag steht voll im Zeichen von Naturbeobachtungen. Zusammen mit Ihrem deutschsprachigen Reiseleiter und einem einheimischen Naturführer werden Sie im Ranthambore Nationalpark vormittags und nachmittags auf Safaris unterwegs sein. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass Sie Tiger zu Gesicht bekommen. 1957 wurde ein Gebiet von 392 km² als "Sanctuary" unter Naturschutz gestellt. 1974 wurde Ranthambore zum Tigerschutzgebiet erklärt, darüber hinaus ist es seit 1981 Nationalpark. Die Anzahl der Tiger ist seit Beginn des Tigerschutzprojektes von 14 auf rund 40 angewachsen. Infolge strengster Schutzmaßnahmen haben die Tiger in den letzten zehn Jahren ihre Aktivitäten mehr und mehr auf den Tag verlegt, Tiger wären Nachttiere. Im Ranthambore trifft man häufiger Tiger am hellichten Tag als in jedem anderen Park. In diesem Park lebt auch eine ansehnliche Population von Panthern, die zweitgrößten Raubkatzen dieser Wälder. Die Wälder liegen in den Gebieten von Aravalli und Vindhya, von denen jedes seinen spezifischen geologischen Charakter hat. Tiger und Panther jagen zum Teil die gleichen Tierarten, und um mögliche Konflikte zu vermeiden, halten sich letztere hauptsächlich in den Außenbezirken des Parks auf. Die meisten Exemplare dieser Katzenart wurden im Katschida-Tal gesichtet. Da sie ihre Aktivitäten noch nicht so furchtlos auf den Tag verlegt haben wie die Tiger, sind sie entsprechend selten zu sehen. Eine weitere interessante Tierart in und um die Seen herum, die häufig beobachten kann, ist das Sumpfkrokodil. Im Laufe der Jahre hat es sich stark vermehrt. Es ist leicht zu entdecken, entweder im Wasser oder beim Sonnenbad am Ufer. Andere Raubtiere sind Hyänen, Schakale und Rohrkatzen. Auch Karakals (Wüstenluchs) wurden hier beobachtet. Die letzten Wildhunde wurden 1954 gesichtet, und es gibt bislang keine Erklärung dafür, warum die Tiere vollständig aus den Wäldern verschwunden sind. Auf der Fahrt durch den Park begegnen Sie auch ggf. den hier ansässigen Lippenbären. Sie halten sich meist in den Gegenden von Lakarda und Anantpura auf. Indische Sambars (Pferdehirsch=Rusa unicolor oder Cervus unicolor) trifft man überall und in Seennähe sogar in großen Herden. Sie schwimmen und fressen sogar in den Seen. Der Axishirsch ist im Park ausgesprochen stark verbreitet. In den warmen Sommermonaten kommen die Tiere zu Hunderten ans Wasser. Auch Nilgau-Antilopen und Gruppen von Wildschweinen begegnet man rund um die Seen wie auch die Indische Gazelle. Unter den Tieren, die sich am häufigsten am Wasserrand blicken lassen, sind Hasen und Mungos und Warane. Obwohl der Nationalpark vor allem für Tiere bekannt ist, verfügt er auch über eine reichhaltige Vogelwelt. Habichtsadler, Schlangenadler, Eulen, Graue, Frankoline, Flughühner, Wachteln, Sporenkuckucke, Blaue oder Gemeine Pfauen, Indische Wanderelstern, Paradiesschnäpper, Wasserfasane, Buntstörche, Schwarzstörche, Wollhalsstörche, Löffler und eine grüne Taubenart gehören zu den Arten, die das ganze Jahr über zu sehen sind. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

F/M/A

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14. Tag: Ranthambore – Jaipur (170 km)

Morgens heißt es Abschied nehmen vom Nationalpark Ranthambore. Sie fahren nach Jaipur, der Hauptstadt des Unionsstaates Rajasthan; sie wurde erst zu Beginn des 17.Jh. von Maharaja Jai Singh II als Festungsstadt mit breiten, entsprechend der alten Hindu-Abhandlung "Shilpa Shastra" schachbrettartig verlaufenden Straßen angelegt. Wegen der bräunlich-gelben Farbe der Häuser, die im Abendsonnenschein warm rosa erscheinen, wird dieses architektonische Kleinod auch Pink City genannt. Nachmittags bekommen Sie einen ersten Eindruck von der Stadt und den Basars. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

F/A

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15. Tag: Per Elefant zur Festung Amber und Besuch von Jaipur, der Pink City

Am frühen Morgen fahren Sie auf einer kurvenreiche Strecke durch die Bergketten des Aravalli-Gebirges nach Amber. Das Fort liegt auf dem Kamm einer Bergkette und ist von allen Seiten natürlich geschützt. Die Festung wurde gebaut, um die eroberten Länder zu sichern und die Stadt vor Eindringlingen zu schützen. Die Festung wurde durch die Bastionen und Tore geschützt und von Streitkräften bewacht. Die Maharajas waren großartige Baumeister und wenn sie eine Idee hatten, dann realisierten sie diese sehr geschmackvoll. Die letzten Meter zum gleichnamigen Fort legen Sie auf dem Elefantenrücken zurück. Danach besichtigen ausführlich die Palastanlage. Amber war vor Jaipur sechs Jahrhunderte lang die Hauptstadt des Rajputen-Reiches. Die Palastbauten stammen aus dem 17. Jh. und sind erstaunlich gut erhalten. Am Nachmittag fahren Sie zurück nach Jaipur und besichtigen die Altstadt; sie ist von einer dicken Mauer umgeben, die noch vollständig erhalten ist. Sie gelangen durch eines der sieben prächtigen Tore hinein und findet dort den berühmten Palast der Winde, (Hawa Mahal) ein verspielter, fünfstöckiger Phantasiebau, den man von innen besteigen kann, und von dem man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt hat. Außerdem lernen Sie den Stadtpalast, und das Observatorium (Jantar Mantar) kennen. Jai Singh II, der Erbauer von Jaipur und berühmter indischer Astronom, ließ in ganz Indien Observatorien errichten, von denen das "Jantar Mantar" die größte und besterhaltene Anlage darstellt. Die Genauigkeit der Instrumente ist wirklich verblüffend: Man kann die Uhr nach dem Sonnenstand auf die Minute genau stellen, wenn man die jeweilige genaue Abweichung von der heutigen Indian Standard Time berücksichtigt. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

F/A

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16. Tag: Von Jaipur zum Vogelparadies Keoladeo bei Bharatpur und weiter über die Geisterstadt Fatehpur Sikri nach Agra (290 km)

Morgens verlassen Sie Jaipur und fahren zum Vogelreservat Keoladeo 6 km südlich von Bharatpur, wo Sie verschiedene Zugvögel beobachten, die hier in den Wintermonaten Unterschlupf finden. Der Park war früher das Jagdreservat eines Maharadschas und gilt heute als ein Mekka für Ornithologen (Fernglas mitnehmen!) Die Seen sind von trockenem Urwald umgeben, welcher durch Felsklippen und Ruinen aufgelockert wird. Am Ende der Monsumzeit (September), wenn oft bis zu zwei Drittel des Parks überschwemmt sind, stellen sich innerhalb kürzester Zeit Zehntausende von Störchen, Reihern, Schlangenhalsvögeln, Pelikanen, Gänsen, etwa 15 Enten- und 20 Greifvogelarten sowie verschiedene Kraniche ein, die hier in gewaltigen Zahlen nisten. Insgesamt wurden bisher 328 Vogelarten nachgewissen (davon 117 Zugvogelarten). Unterwegs besuchen Sie die Geisterstadt Fatehpur Sikri, die einstige Metropole Akbars. Von 1570-86 erbaut, lässt der elegante Baustil der mehrstöckigen Paläste, Moscheen und Hallen mit verspielten Detailarbeiten immer noch den einstigen Glanz am Hofe erahnen. Eine alte Legende berichtet von der Entstehung der "Stadt des Sieges" in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, dass der kinderlose Großmogul Akbar in der Klause des berühmten Eremiten Salim Chisti um die Geburt eines Sohnes betete. Der Heilige prophezeite ihm drei Söhne. Als tatsächlich wenig später ein gesundes Kind geboren wurde, errichtete Akbar am Wohnsitz des Eremiten aus Dankbarkeit eine ganze Stadt - Fatehpur Sikri. Als erstes Bauwerk entstand die Große Moschee Jami Masjid, in deren Hof dem Heiligen ein Mausoleum errichtet wurde. Noch heute pilgern indische Frauen hierher, um für männliche Nachkommen zu beten. Ganz aus rotem Sandstein errichtet und mit allem Komfort ausgestattet, wurde Fatehpur Sikri nach kaum zehn Jahren wieder verlassen. Zurück blieb die "Geisterstadt". Mehrstöckige Paläste, Gärten und ein Marktplatz, ein Wasserwerk, unzählige überdachte Gänge, Treppen und Terrassen sind Zeugnis der architektonischen Meisterleistung Akbars. Die untergegangene Metropole vereint zwei Gegensätze: die figurative Architektur der Hindus und die geometrische Architektur des Islam. Dennoch hätte Akbar eine Inschrift, die er auf dem Höhepunkt seiner Macht am Tor der Großen Moschee anbringen ließ, ernster nehmen sollen: "Die Welt ist eine Brücke. Gehe darüber hinweg, aber baue kein Haus darauf. Was vom Leben bleibt, ist ohne Wert". Ankunft in Agra am Nachmittag. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

F/A

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17. Tag: Mahal, die Krone der Paläste, das Roten Fort und "Baby Taj Mahal"

Am Vormittag besuchen Sie das Meisterwerk der Architektur, das in aller Welt unter der Bezeichnung Taj Mahal, "Krone der Paläste", bekannt ist; es verdient ein eigenes Kapitel, obwohl es auch nur ein Mausoleum ist. Es wurde gebaut, um die sterbliche Hülle von Arjumand Banu, "Liebling des Palastes" auf indisch "Mumtaj Mahal" aufzunehmen, der über alles geliebten Gemahlin Shah Jahans, die wahrscheinlich nach der Geburt ihres vierzehnten Kindes an einer Infektion starb. Der knapp vierzigjährige Kaiser überwand diesen Verlust nie. Da er ihr das Leben nicht wiedergeben konnte, beschloss er, zum Gedenken an seine Gemahlin ein Grabmal zu errichten, wie es kein anderes auf der ganzen Welt gab und das über alle Jahrhunderte hinweg über den Tod hinaus Zeugnis geben sollte von seiner großen Liebe. Der Name des Architekten ist unbekannt, wahrscheinlich ist jedoch, dass der endgültige Bauplan durch die Mitwirkung vieler Architekten entstanden ist und der erste Entwurf an Holzmodellen ständig weiterentwickelt und verbessert wurde. 22.000 Arbeiter waren 22 Jahre ununterbrochen mit dem Bau des Mausoleums beschäftigt; das Baumaterial wurde mit höchstem Aufwand aus entfernten Provinzen nach Agra gebracht: weißer Marmor aus Makrana (Rajashan), schwarzer Marmor aus dem Surat, Sandstein aus Sikri und Halbedelsteine - Opale, Karneole, Lapislazuli, Türkise, Saphire, Heliotrope - aus Tibet, Russland, Persien.

Das Taj Mahl steht auf einer erhöhten Marmorplatte mit Minaretten an deren vier Ecken. Das Hauptgebäude besitzt vier kleine Kuppeln, die die mächtige Hauptkuppel umgeben. Die Särge von Mumtaz Mahal und Shah Jahan sind in einer tiefer gelegenen Gruft aufgestellt, die beiden Särge im oberen Raum sind Nachbildungen, eine durchaus gängige Praxis bei indischen Mausoleen. Obwohl das Taj Mahal aus fast jedem Blickwinkel sehr schön ist, so liegt doch die besondere Kunst dieses Bauwerks im Detail. Man legte Halbedelsteine in Marmor ein, durch die die schönsten Motive geschaffen wurden. Diese besondere Fertigkeit der Handwerker ging als "Piedra dura" in die Geschichte ein. Die Präzision und die Sorgfalt, die bei diesem Bau angewandt wurden, lassen die Entscheidung schwer fallen, ab man es besser von Weitem oder aus der Nähe betrachtet.
Ein geräumiger rechteckiger Vorhof aus Sandstein, einst Sitz des großen Bazar, erstreckt sich vor dem eigentlichen Eingang des Taj Mahal an der südlichen Seite der Ummauerung, die das Areal begrenzt. Der weitläufige Garten ist gemäß den Regeln quadratisch. Ein großes Wasserbecken aus Marmor mit ständig sich erneuerndem Wasser wurde im Schnittpunkt der vier Kanäle errichtet, die von Reihen dunkelgrüner Zypressen und geometrisch angelegter Beete begleitet werden.

Nachmittags besuchen Sie das Rote Fort mit den hohen Festungswällen aus rotem Sandstein, das an einer Biegung des Yamuna-Flusses, 2 km nordwestlich vom Taj Mahal liegt. Mogulkaiser Akbar ließ diese majestätische Anlage zwischen 1565 und 1573 in Form eines Halbmondes erbauen. Unter Akbar entstanden die Mauern und Tore, unter seinem Enkel Shah Jahan die meisten der Hauptgebäude und unter Aurangzeb, dem letzten großen Mogulherrscher, die Schutzwälle. Kein Mogul-Herrscher prägte durch seine Bautätigkeit Burgresidenz und Umland stärker als Shah Jahan: Während seiner Regierungszeit gelangte die Mogul-Architektur zur vollen Reife. Seine feingliedrige Kunstwerke kontrastieren reizvoll mit den wuchtigen Sandsteinmauern und Wehrtürmen dieser typischen Mogul-Residenzburg, die dem Herrscher, der nach dem Tod seiner Gemahlin die Regierungsgeschäfte zu vernachlässigen begann, schließlich zum Gefängnis wurden: Sein Sohn Aurangzeb entmachtete ihn 1658 und hielt ihn bis zu seinem Tod 1666 hier gefangen. Die letzten Lebensjahre verbrachte er im achteckigen Burgpavillon Samman Burj, von wo er das Mausoleum seiner geliebten Gemahlin Mumtaz Mahal betrachten konnte.
Danach besuchen Sie das Grabmal Itmad-ud-Daulah, auch "Baby Taj Mahal" genannt. Es handelt sich um das erste Bauwerk der Mogulzeit, das völlig aus Marmor geschaffen wurde. Dieses Mausoleum ist, verglichen mit dem Taj Mahal, klein und niedrig; es besitzt filigrane Gitterfenster aus Marmor, die das Licht dosiert in das Innere einwirken lassen. Am Bau sind zwei Neuerungen für diese Zeit festzustellen: die Verwendung von Marmorverkleidungen und die piedra-dura-Einlegearbeiten, Techniken, die von den Architekten und Künstlern der nächsten Regierungszeit dann häufig angewendet wurden. Der Schmuck verbindet rein persische Themen mit indo-moslemischen Elementen. Am Abend besuchen Sie den örtlichen Basar. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

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18. Tag: Mit Shatabdi Express nach Jhansi und Fahrt nach Khajuraho, (180 km)

Morgens werden Sie zum Bahnhof von Agra gebracht; dann geht es mit dem Shatabdi Express in 2 ½ Stunden nach Jhansi und mit dem Bus weiter nach Orchha, einer mittelalterlichen Stadt (16.-17. Jh.). Sie besuchen den Palast Jahangir Mahal, eines der besten Beispiele der Bundela-Architektur sowie die Chaturbhuj-Tempel, dem vierarmigen Vishnu geweiht wie auch den Lakshmi Tempel mit ausgezeichneten Wandmalereien. Danach fahren Sie weiter nach Khajuraho. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

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19. Tag: Khajuraho, erotische Tempel, Himmeltänzerinnen, Engel, Fabeltiere und Maithunas und Flug nach Varansi (Benares)

Khajuraho war vom 9. bis 13. Jahrhundert n. Chr. der religiöse und politische Mittelpunkt der regierenden Chandela-Dynastie. In einhundert Jahren wurden nicht weniger als 85 Tempel erbaut, mit Spitzentürmchen oder Kuppeldächern. Reichverzierte Fresken überziehen die Horizontalflächen mit einer Vielfalt hervorragend ausgearbeiteter Figuren, die Götter und Göttinnen, Nymphen und Schlangen, Frauengestalten und mythologische Ungeheuer darstellen. Morgens besuchen Sie die berühmten "erotischen Tempel" der östlichen Gruppe. Die über 2000 Skulpturen an den Außenwänden der Tempel zeigen Götter und Göttinnen, Nymphen und Schlangen, Frauengestalten, mythologische Ungeheuer und Maithunas: Paare beim erotischen Akt. In einem Ausbruch kreativer Energie erschufen sie eine überschwängliche Verherrlichung des Lebens, ein opulentes, sinnliches und heiteres Aufeinandertreffen der göttlichen und der profanen Welt. Doch im Zusammenhang mit der hinduistischen Mythologie müssen die erotischen Darstellungen angemessen interpretiert werden. Im Liebesakt wird nicht nur die Vereinigung von Mann und Frau, sondern auch der Zeugungsakt der Weltschöpfung durch die Götter gesehen. Neben der Verehrung für Vishnu und Shiva finden sich hier Spuren des Buddhismus, Jainismus, der Sonnenanbetung und des esoterischen Tantrismus. Khajurao war vom 9. bis zum 13. Jh. Hauptstadt des Chandella-Reiches. Die Chandellas leiteten ihren Namen vom Gott des Mondes her und erbauten 85 Tempel, von denen heute noch 22 stehen.

Am Nachmittag setzen Sie Ihre Besichtigungen mit der westlichen Gruppe fort; sie ist zugleich die größte und schönste. Alle Tempel liegen auf hohen Terrassen, die man über eine zentrale Treppe besteigt. Die Gläubigen stiegen symbolisch hinauf in einen religiös-geistigen Bereich. Dieser Aufstieg setzt sich in den gestuften Türmen des Tempels fort. Es ist ein Aufstieg auf den Weltenberg Meru und in den Bereich höherer Spiritualität. Die vielen unterschiedlichen Türme werden von einem flachen Kissen überwölbt, auf dem einige Lotosblumen in einer Topfspitze zusammengefasst sind, ein Symbol des mystischen Gipfels, den der Gläubige nach der Vereinigung mit der Gottheit erreicht. Im Innern erfolgt die Annäherung an das Gottesbild durch drei Vorhallen, die draußen jeweils ein eigenes pyramidenförmiges Dach tragen. Der Aufstieg ist gleichzeitig ein Weg aus dem hellen Licht in den dunklen mystischen Bereich des Göttlichen, in die Höhle bzw. die Gebärmutter. Sie besuchen auch den bekannten Shiva-Tempel und Kandariya-Mahadeo. Berühmt sind diese Tempel wegen der erotischen Szenen, die Szenen aus dem tantrischen Ritual wiedergeben. Daneben gibt es auch Darstellungen von Schlachten, Tänzen, Tierkämpfen, vom Alltag, Bilder von Göttern und Fabeltieren, Blumen- und Pflanzenornamenten.

Danach fliegen Sie nach Varanasi (Benares), wo Sie 40 Minuten später ankommen. Varansi ist die heiligste Hindu-Stadt Indiens; sie wurde von den Engländern Benares genannt. und liegt an den Ufern des Ganges; sie ist die wichtigste der sieben heiligen Städte der Hindus, vergleichbar mit dem Mekka der Moslems oder dem Jerusalem der Juden und Christen. Da die Stadt bereits vor 3.000 Jahren in den Heldenepen Skanda Purana und Mahabharata erwähnt wurde, gilt sie als eine der ältesten Städte der Erde. Damals hieß sie noch Kashi ("das Licht"), wie sie auch heute noch von Millionen von Pilgern genannt wird. Der heutige Name, Varanasi leitet sich ab von den zwei Flüssen Varuna und Assi, zwischen deren Mündungen in den Ganges der alte Stadtkern liegt. Für viele Reisende ist die Ansammlung von Bettlern, Kranken, Alten erschreckend, aber derjenige, welcher es schafft, hier zu sterben, gehört schon kurz vor seinem Tod mit zu den glücklichen gläubigen Hindus. Wer die Abscheu überwindet, wird Varanasi mit anderen Augen sehen und einfach nur faszinierend finden. Transfer zum Hotel. Abendessen und Übernachtung.

F/A

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20. Tag: Varanasi mit anderen Augen sehen und Flug über Delhi und Weiterflug nach Deutschland

Ein absolutes "Muss" ist die frühmorgendliche Bootsfahrt auf dem Ganges. Sie besuchen die Ghats (Badetreppen, an denen sich die heiligen Waschungen der Hindus abspielen). Hier versammeln sich jeden Morgen Tausende von Pilgern, beten, meditieren und nehmen ihr rituelles Bad. Dieses eindrucksvolle Schauspiel können Sie vom Boot aus miterleben und von weitem auch die Verbrennungs-Ghats sehen, wo man die Toten verbrennt und ihre Asche dem heiligen Fluss übergibt. Das Bad im Ganges reinigt die Gläubigen von den begangenen Sünden und verspricht Absolution. Nach Varanasi kommen und sterben, das ist der Traum eines jeden Hindus. Wer hier verbrannt und wessen Asche in den Ganges gestreut wird, der entgeht nach dem Glauben der Hindus dem Kreislauf der Geburten und ist damit erlöst. Daran sollten Sie bedenken, wenn Sie in Varanasi sind. Danach schließt sich die Erkundung der Altstadt mit dem Goldenen Tempel und den lebhaften Basarstraßen an. Der ganze Stadtkern ist eine einzige Zurschaustellung der hinduistischen Religion: Tempel an Tempel,Schrein hinter Schrein, Ghat neben Ghat. In der Neustadt sehen Sie den Mutter-Indien-Tempel (Bharat Mata Mandir); er beherbergt statt Götterfiguren ein großes, in den Boden eingelassenes Marmorrelief des Indischen Subkontinents und wurde von Mahatma Gandhi eingeweiht. Dann besuchen Sie den Durga-Tempel. Er ist der Göttin Durga geweiht, der Frau der Gottheit Shiva. Der Turm des Tempels mit seinen fünf Stockwerken versinnbildlicht das Eingehen aller fünf Elemente der Erde in das Nirvana.

Am Nachmittag besuchen Sie noch Sarnath, 10 km nördlich von Varanasi. Es ist ein buddhistischer Wallfahrtsort. Hier hielt im 6. Jh. v. Chr Siddhartha Gautama- später als Buddha, der "Erleuchtete" bekannt geworden- in einer stillen Höhle seine erste Predigt und setzte das Rad der Lehre, das Dharmachakra, in Bewegung. Jahrhunderte lang war Sarnath ein florierendes Zentrum buddhistischer Kunst und Lehre, insbesondere des Hinayana-Buddhismus (das "Kleine Fahrzeug"). Im Zuge der moslemischen Invasion und mit Aufkommen des Hinduismus ging es mit dem Buddhismus bergab, und abgesehen von dem gewaltigen Dhamekh Stupa lag die Stätte fast ein Jahrtausend lang in Trümmern, bis 1834 Generalmajor Sir Alexander Cunningham, Direktor von "Archaeological Survey" die Ausgrabungsarbeiten in Angriff nahm. Heute ist Sarnath wieder ein wichtiges Buddhistenzentrum. Das beeindruckendste Bauwerk ist der Dhamekh-stupa, auch Dharma Chakra-Stupa genannt. Sein zylinderförmiger Turm ist 33,5 m hoch und ruht auf einem Steinsockel, verziert mit Basreliefs aus Blattwerk und geometrischen Formen. Der Sri Digamber Jain Tempel soll den Geburtsort von Shreyanshnath, dem elften Trithankara markieren. Er wurde 1824 erbaut und birgt eine große Darstellung des Jain -Heilgen sowie schöne Fresken, auf denen das Leben Mahaviras dargestellt wird, des Begründers des Jainismus und Zeitgenosse Buddhas. Nach diesem eindrucksvollen Tag fliegen Sie am Spätnachmittag zurück nach Delhi. Nach einem gemeinsamen Abendessen heißt es Abschied nehmen von Indien. Gegen 22.00 Uhr werden Sie zum internationalen Flughafen Indira Ghandi gebracht für Ihren Rückflug mit der internationalen Fluglinie Airfrance nach Hamburg, Frankfurt/Main oder München (über Paris).

F/A

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21. Tag: Ankunft in Deutschland

Der Abflug ist um 01.20 Uhr morgens. Ankunft um 05.40 Uhr in Paris (Charles de Gaulle) und Weiterflug um 07.25 Uhr nach Hamburg, Frankfurt/Main oder München mit Ankunft um 09.00 Uhr. Ende einer schönen erlebnisreichen Reise.


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