Highlights:
- Leh: Stok Palace, Thiksey Gompa, Hemis Gompa
- Lamayuru: Kloster
- Likir: goldener Buddha
- Kardung La: höchster befahrbarer Pass
- Sikandra: Akbar Mausoleum
- Agra: Rotes Fort, Taj Mahal
Highlights:
Wir beginnen unsere Reise mit dem Flug nach Delhi, wo wir spät in der Nacht von unserem örtlichen Agenten in Empfang genommen und direkt zum Terminal für Inlandsflüge gebracht werden. Ein Regionalflug bringt uns bereits in den frühen Morgenstunden nach Leh, wo erneut unser Vertreter wartet, um uns auf traditionelle Art willkommen zu heißen. Anschließend werden wir in ein Hotel im regionalen Ladakhi Stil gebracht, um uns für den Rest des Tages zu erholen und in der großen Höhe von rund 3500 Metern zu akklimatisieren.
An unserem ersten Tag in Leh machen wir den Auftakt mit dem Besuch des zweihundert Jahre alten Sankar Klosters mit seinen berühmten Bildern, Wandgemälden und Skulpturen, bevor wir durch das ländliche Umland auf gewundener Straße weiter zur - von Japan gestifteten - Friedenspagode aufbrechen. Zum Mittagessen sind wir wieder im Hotel, um anschließend den beeindruckenden Stok Palace zu besichtigen. Der folgende Morgen erwartet uns mit einer Exkursion durch das Industal. Hier bietet sich ein Besuch des Shey Palace, dem Sommersitz des Herrschers von Leh an. Die gleichzeitig als Kloster funktionierende Anlage beherbergt die goldene Victory Stupa ebenso wie einen gewaltigen Buddha von goldüberzogenem Kupfer. Anschließend geht es weiter zur Thiksey Gompa, einem weitgehenden Abbild des Potala Palastes in Lhasa, gelegen auf einem exponierten Felshügel mit phantastischem Blick über das grüne Flußtal. Das Kloster beherbergt auch heute noch über 60 Mönche und eine der größten Bibliotheken des Landes, mit unermeßlich wertvollen religiösen Schriften. Der Höhepunkt des heutigen Tages jedoch ist der Besuch des vierhundert Jahre alten, von der königlichen Familie unterstützten, Hemis Gompa. Neben einigen goldenen Statuen und mit Edelsteinen verzierten Stupas verfügt das Kloster über eine große Sammlung exquisit gestalteter Thankas, von denen die möglicherweise größte überhaupt existierende, nur alle elf Jahre ausgestellt wird.
Nachdem wir uns nun ein wenig an die extreme Höhenlage unseres Reiseziels gewöhnt haben, geht es heute zunächst über 125 aussichtsreiche Kilometer durch die mondähnliche Berglandschaft nach Lamayuru, einem der wichtigsten Klöster Ladakhs. Die heutigen Gebäude sind neueren Datums als die über tausendjährigen Ursprünge der Anlage, und beherbergen in ihrer Haupthalle eine Reihe faszinierender Buddhas und eine Statue des für den tibetischen Glauben wichtigen Übersetzers Vairocana. Nur die Ruinen des alten Klosters sind heute noch unterhalb des Dorfes zu sehen. Nach unserer ausgedehnten Besichtigung geht es nun einige Kilometer zurück nach Alchi, wo wir den Tag mit Blick auf die umliegenden Berggipfel ausklingen lassen.
Nur wenige Kilometer von Alchi, in einem stillen Seitental, liegt das relativ neue Reformkloster Ri-Dzong, dessen Leben den strengen Regeln der Gelugs-Pa-Sekte folgt. Nach der Besichtigung fahren wir zurück in unser "Basislager", um einen der größten Schätze des Himalaja, das uralte Kloster von Alchi zu besuchen. Die Klosteranlage beherbergt eine Sammlung riesiger tönerner Buddhastatuen in verschiedensten Formen. Der größte Schatz jedoch befindet sich in Form von Gemälden aus der Gründungszeit an den Wänden der ältesten Gebäude. Es bedarf schon einiger Zeit des Bummelns durch die Gassen des Städtchens und einer ruhigen Nacht um das gesehene zu verarbeiten.
Der heutige Tag führt uns über die Klosterburg von Likir mit ihrem gewaltigen goldenen Buddha zurück nach Leh, um uns auf die Exkursionen der kommenden Tage vorzubereiten.
Es mag schon etwas bedeuten, wenn für eine Strecke von 140 Kilometern immerhin sieben Stunden veranschlagt werden, denn die Route über den Khardung La, einen der höchsten befahrbaren Pässe der Welt, ist eine echte Herausforderung für den Straßenbau wie für die Chauffeure der Fahrzeuge, die sich aufmachen, den Weg durch die Szenerie der Karakorum Berge zu bewältigen. Das Kloster von Deskit überblickt von seinem Felsen aus das Nubra Tal. Man erreicht es nur mit einer Querung des wilden Shayok. Hier, in der einsamen Bergwüste, begegnen wir immer wieder jenen Baktrischen Kamelen, mit deren Schilderung Marco Polo seine europäischen Leser faszinierte. Als Packtiere verbanden sie einst Zentralasien auf der Seidenstraße und anderen Karawanenwegen mit Europa, Indien und China. Heute wirkt die Landschaft ruhig - fast verlassen, doch einst befand sich hier inmitten einer lebensfeindlichen Landschaft das Zentrum asiatischen Handels.
Der Weg zurück nach Leh steht der Anreise nach Nubra in nichts nach, denn die Perspektive wechselt nicht nur mit der Tageszeit. Hinter jeder Kurve lassen sich neue überraschende Entdeckungen machen.
Genießen Sie Ihren letzten Tag in Leh mit einem ausgedehnten Bummel über die Märkte, und nehmen Sie noch ein wenig mehr von der einzigartigen Atmosphäre dieses Bergparadieses in sich auf.
Am frühen Morgen geht es mit dem Flugzeug zurück nach Delhi und weiter durch den nun ganz ungewohnten Großstadtverkehr und auf gut ausgebauten Highways durchs ebene, steppenartig ländliche Indien nach Agra. Unterwegs besuchen wir noch das Mausoleum Akbars in Sikandra. Die Ankunft in Agra ist früh, so dass wir bereits einen ersten Blick auf das im abendlichen Licht versinkende Taj Mahal werfen können.
Am Morgen des dreizehnten Reisetags öffnet Agra, die Stadt des Tajs, sich uns zunächst an den Toren des roten Forts. Außen wehrhaft, innen Palast, war die Festung Schauplatz vieler Entscheidungen und Tragödien rund um das Taj Mahal. Unter anderem als Luxusgefängnis für den baubedingt bankrotten Bauherren, der seinen Stein gewordenen Traum nunmehr mit bestem Blick täglich in der flimmernden Hitze wie auf einem silbernen See schwimmend, betrachten konnte. Erst aus der Nähe allerdings entfaltet die Liebeserklärung aus weißem Marmor ihren ganzen Glanz. Nach der Besichtigung brechen wir wieder auf, zurück in Richtung Delhi wo auf uns ein Zimmer zur kurzen Erholung, für eine Dusche und das Wechseln der Kleidung wartet.
Vielleicht bleibt auch noch genug Zeit für ein Abendessen in einem der vielen guten Restaurants der Stadt, bevor es dann hinaus zum Flughafen zu einem der Rückflüge nach Europa in den frühen Morgenstunden des vierzehnten Reisetages geht.