Highlights:
- Kanyakumari: Vivekananda-Statue
- Aleppey: Hausboot-Tour in den Backwaters
- Thekkady: Periyar Wildschutzgebiet
- Cochin: Kathakali Theater, Kochkurs,
- chinesische Fischernetze
Highlights:
Am Flughafen der keralesischen Verwaltungshauptstadt Trivandrum erwartet uns unser Vertreter und bringt uns mit dem Auto in das nur wenige Kilometer entfernte, für seine Strand- und Ayurveda-Resorts bekannte Kovalam.
Der zweite Tag unserer Reise dient erst einmal der Eingewöhnung und Erholung. Eine Tour mit dem Katamaran, heraus aus den von Buchten geschützten Ständen, bietet sich ebenso an, wie eine ayurvedische Massage im Gesundheitszentrum unseres Hotels.
Ein langer Tagesausflug führt uns nach Kanyakumari, an der äußersten Südspitze Indiens. Eine Inselkette scheint von hier aus wie Fußstapfen im Meer hinüber nach Sri Lanka zu führen. Auf einer der mit Booten erreichbaren Inseln erwarten uns die gewaltige Statue des in Indien berühmten Philosophen Vivekananda - einem der Väter der modernen indischen Philosophie, und in den Abendstunden ein einzigartiger Sonnenuntergang. Schon auf dem Weg dorthin passieren wir viele kleine keralesische Dörfer mit traditionellen Holzhäusern. Die Kunstfertigkeit der Baumeister zeigt sich unterwegs auch an der früheren Residenz des Herrschers von Travancore, dem bekannten Sri Padmanabhapuram Palace.
Nur zwei Stunden Fahrt von Kovalam entfernt liegt direkt an der Seen- und Kanal-Landschaft Keralas, von Palmen und Reisfeldern umgeben, das Städtchen Kollam mit seinen vielen Ayurveda Resorts in sehr ruhiger und erholsamer Umgebung.
Am frühen Morgen brechen wir in das keralesische Venedig, nach Alleppey auf. Die von Kanälen durchzogenen Stadt ist Versorgungszentrum für die romantische Wasserlandschaft der Backwaters. Auf den Wasserwegen und kleinen Inseln spielt sich ein ruhiges Leben, fern der Gesellschaft indischer Städte ab. Auf einer zum komfortablen Hausboot ausgebauten, ehemaligen Reisbarke fahren wir - an Palmenhainen und Feldern vorbei - hinaus in das Labyrinth der vielen kleinen Wasserstraßen und Seen, um schließlich an einer kleinen Insel für die Nacht festzumachen. Während das nahe Dorf zu einem kleinen Bummel einlädt, bereitet die Mannschaft ein typisches Abendessen zu. Den Einbruch der stillen tropischen Nacht mit ihrem klaren Sternenhimmel erleben wir vom bequemen Bootsdeck aus. Hier draußen sind die einzigen Geräusche vielleicht ein vorbeifahrendes Boot, das Schlagen der Wellen, ein paar Vogelschreie und das Quaken der Frösche. Die Rückkehr in die reale Welt südindischer Straßen in Kumarakom ist ein interessanter Kontrast, der durch die anschließende Fahrt hinauf in das erneut sehr ruhige Wildschutzgebiet von Periyar ergänzt wird. Am späten Nachmittag bietet sich hier die Gelegenheit, die Tierwelt des Reservats bei ihrem abendlichen Besuch der verschiedenen Tränken von einem Boot aus zu beobachten. Büffel sowie Elefanten finden sich hier fast jeden Tag ein und selten kommt es auch zu Begegnungen mit Tigern oder anderen Wildkatzen.
Wie wäre es am frühen Morgen mit einer Fahrt im traditionellen Ochsenkarren durch die gerade erwachenden Dörfer rund um Periyar. Am Rande des Reservats wird auf kleinen Farmen alles angebaut, was die Böden der Region hervorbringen können. In den umliegenden Bäumen haben sich viele unterschiedliche Vogelarten niedergelassen, in die Wälder eingebettet liegen kleine Gewürzplantagen, die besucht werden können und die zum Einkauf für die heimatliche Küche verleiten. Parkbeamte erklären die enge Verknüpfung des Dorflebens mit den Wäldern, aber auch die Problematik des Schmuggels tropischer Hölzer.
Entlang vieler kleiner Dörfer mit ihrem bunten Alltagsleben fahren wir in ca. vier Stunden hinunter in die alte Handelsmetropole Cochin. Das historische Stadtzentrum liegt inmitten von unendlich vielen Kanälen auf einer Insel. Hier haben sich in den letzten tausend Jahren viele Bevölkerungsgruppen und Nationen angesiedelt. Holländische Paläste und englische Kolonialvillen prägen das Bild ebenso, wie eine bis vor wenigen Jahren lebendige jüdische Siedlung oder die alten chinesischen Fischernetze am Ufer, nahe der portugiesischen Kirche St. Francis. Die keralesische Kultur ist nicht zuletzt durch das seit Jahrhunderten gewachsene Kathakali Theater mit seinen Riten, Kostümen und aufwendigen Masken vertreten. Eine abendliche Vorführung bringt uns diese Form der Kunst noch vor dem Abendessen näher. Am kommenden Morgen steht ein weiterer Aspekt der regionalen Kultur, die keralesische Küche mit all ihren Gewürzen und ungewöhnlichen Geschmacksnuancen auf dem Programm. In einem traditionellen Haushalt erleben wir einen einzigartigen Kochkurs unter fachkundiger Leitung, der in einem großen keralesischen Mittagessen mit den zuvor zubereiteten Gerichten mündet. Nach dem Essen geht es weiter zu einem ruhigen Programmpunkt - einer Fahrt mit einem traditionellen Boot auf den von Farmen, Dörfern und Plantagen gesäumten Kanälen rund um Cochin.